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Gibt es eine "Hashimoto-Diät?"

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Schilddrüsenerkrankung, die durch individuelle Krankheitsverläufe und Symptome gekennzeichnet ist. Eine generelle "Hashimoto-Diät" gibt es nicht. Die Funktion der Schilddrüse kann aber mit einer ausgewogenen Kost und besonderem Augenmerk auf bestimmte Nährstoffe gut unterstützt werden.

Jod: Dieses Spurenelement ist erforderlich, damit die Schilddrüsenhormone T3 und T4 gebildet werden können. Sie bestehen zu einem Teil aus Jod. Eine zu hohe Zufuhr kann die entzündliche Aktivität bei Hashimoto-Thyreoiditis vorantreiben. Eine strenge Jodeinschränkung wiederum fördert die Entstehung eines Kropfes (medizinisch Struma genannt).

Selen: Für die Schilddrüse ist Selen von großer Bedeutung. Es hat die Aufgabe das Hormon T3 zu aktivieren. Ein Mangel an Selen fördert eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose). Außerdem kann Selen gezielt eingesetzt werden, um den Entzündungsprozess bei Hashimoto-Thyreoiditis zu senken.

Andere Mikronährstoffe: Auch die Versorgung mit Nährstoffen wie Eisen oder Vitamin A spielen bei der Funktion der Schilddrüse eine Rolle. Wird zu wenig über die Nahrung aufgenommen, ist die Schilddrüsenhormonbildung im Körper gestört.

Gluten: Gluten ist der Klebereiweiß in manchen Getreidesorten (z.B. Weizen, Dinkel). Dass eine generelle glutenfreie Diät die Hashimoto-Thyreoiditis positiv beeinflussen könnte, darüber gibt es keine gesicherten Daten. Trotzdem fragen mich viele, ob sie nicht glutenfreie Lebensmittel verwenden könnten. Grundsätzlich spricht Nichts gegen den Einsatz von natürlichen glutenfreien Lebensmitteln, wie Hirse, Buchweizen oder Quinoa. Sollte jedoch eine glutenfreie Kost beabsichtigt sein, rate ich vorher eine mögliche Unverträglichkeit auszuschließen. Wird die Ernährung bereits vor der medizinischen Abklärung umgestellt, kann eine eindeutige Diagnose nicht mehr ausreichend gestellt werden.

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